Taekwondo: Medaillen für alle Ender Sportler bei den German Open in Hamburg
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Die CU Arena in Hamburg wurde am vergangenen Wochenende zum Schauplatz für hochkarätigen Taekwondosport im Poomsae-Bereich. Über 450 Sportler aus ganz Europa ließen es sich nicht nehmen, bei einem der größten und wichtigsten Events dabei zu sein. Der Landeskader der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union nominiert traditionsgemäß für die German Open nur ausgesuchte Top-Sportler. Diesmal vom TuS Ende wieder mit dabei Robin Schlickmann, Jasmin Flotow, Florian Bietz und Mia Merfeld. Anna-Lotta Merfeld wurde hier ihrer Aufgabe als Co-Landestrainerin gerecht und Emily Nitsche startete unter dem Verein.

Der Samstag begann mit den erwachsenen Sportlern und unter ihnen der langjährige Kadersportler Robin Schlickmann. Die Stimmung innerhalb seines Synchronteams, der 18 bis 30-jährigen Herren ist blendend und das zeigte sich auch deutlich auf der Matte. Als eingespieltes Trio starteten Robin, Jan Moryson (Solingen) und Luca Fritsche (Wuppertal) ihre Altersgruppe im Finale der besten Acht und wurden mit der Bronzemedaille belohnt.

Am Sonntag durften dann die unter 18-jährigen Leistungssportler in ihren Startklassen der "Minis", 8 bis 11 Jahre, der "Kadetten" 12 bis 14 Jahre und der Jugendlichen von 15 bis 17 Jahren ihr Können unter Beweis stellen. Der gerade 14 -jährige Florian Bietz aus Gummersbach ist zwar schon länger mit dem TuS Ende verbunden, startet aber erst seit diesem Jahr auch komplett unter der Herdecker Flagge. Als Synchron-Team nominierte der Landeskader ihn in diesem Jahr gemeinsam mit Willy Preuß (Hochdahl) und Jonathan Setiono (Wuppertal). So unterschiedlich die drei Jungs auf den ersten Blick optisch wirken, so perfekt harmonieren sie auf der Kampffläche. Souverän lassen sie mit deutlichen 2,8 Punkten das Englische Team hinter sich und holen sich ihre erste sehr verdiente Goldmedaille.

Aus der Vorrunde seiner 23-köpfigen Einzelgruppe der Kadetten zog Florian mit überzeugender Leistung ins Halbfinale ein. Dort belegte er am Ende einen zufriedenen 10. Platz.

Jasmin Flotow, im letzten Jahr der Minis, traf in der 6-köpfigen Gruppe auf deutliche Konkurrenz aus Schweden. Dieser unterlag sie ganz knapp mit 2 Zehnteln und diese Silbermedaille zeigt, wie sehr die Konkurrenz langsam aufholt.

Mia Merfeld und Emily Nitsche trafen auf die nicht nur anzahlmäßig stärkste Konkurrenz des Turniers. 62 Startmeldungen der 15 bis 17-jährigen sorgten für die Teilung in zwei Pools aus je 31 Köpfen in der Vorrunde. Gleichzeitig auf zwei Flächen wurde um den Einzug ins Halbfinale gekämpft. Mia gelang dies mit dem viertbesten Ergebnis auf der einen Seite und Emily mit dem sechstbesten Ergebnis nebenan. Bei der hochkarätigen Konkurrenz hieß es volles Risiko einzugehen. Das Halbfinale der besten 31 Starter beendet Emily mit einem hervorragenden Platz 16 und Mia mit Platz 20.

Am Nachmittag brannten die beiden förmlich auf ihren Teamstart mit Teamkollegin Aranka Palfi von der Bayrischen Taekwondo Union. Hoch motiviert nach der erreichten Qualifikation für die Europameisterschaft von letzter Woche in Sindelfingen, wollten sie sich nochmals beweisen. Mit 13 Teams hatte die europäische Konkurrenz hier noch mal deutlich aufgerüstet. Mit dem drittbesten Ergebnis aus dem Halbfinale ging es "locker" ins Finale, in dem sie den Platz nochmals bestätigten. Mit Bronze fuhr das Team nach 3 Starts in diesem Jahr auch die dritte Medaille ein.

V.l.n.r.: Mia Merfeld, Jasmin Flotow, Emily Nitsche, Florian Bietz, Robin Schlickmann und Trainerin Anna-Lotta Merfeld